New chapter…

Manchmal brauchen Dinge Zeit und Hartnäckigkeit. Zwei Jahre zuvor wurden Nicole Türen vor der Nase zu geschlagen und ich muss jetzt doch ein wenig aufpassen, dass ich nicht Dinge schreibe, die wir irgendwann einmal bereuen. Ich möchte auch gar nicht auf emotionale und psychische Nebenwirkungen dieser Ereignisse eingehen. Aber ich glaube jeder kann sich ausmalen, was es mit einem anstellt, wen man gesagt bekommt, man sei salopp ausgedrückt zu doof, um einen Menschen wiederzubeleben. Erst recht, wenn man oft genug unter Beweis gestellt hat, dass man es eben doch kann (sofern der Patient mitspielt). Wie gesagt, man muss vorsichtig sein mit Theorien und Unterstellungen. Aber ein mieses Gschmäckle hat diese Nummer schon irgendwie gehabt. Egal! Wir haben gekämpft, langen Atem bewiesen und letztlich gewonnen!

Mit Wirkung des heutigen Tages darf sich Nicole auch endlich Notfallsanitäterin nennen.

Von Brot und Kuchen

Ich gebe zu, für einen kurzen Moment der Schwäche einmal Fan von Jens Spahn gewesen zu sein. Damals, als er noch als Hinterbänkler quasi im Gesundheitsausschuss den bornierten Vertretern von Ärzteschaft und Krankenkassen Paroli gegeben hat, als es um das Notfallsanitätergesetz ging. Inzwischen jedoch gehört er selbst zur Kaste der Bornierten. Unhaltbar!
Ich wiederhole meine Aufforderung von gestern: Herr Spahn, verzichten Sie auf alles! Geben sie ihren Lebensstandard auf, verramschen Sie alles, was Sie an Rücklagen und Wertanlagen haben und beantragen Sie Hartz IV! Dann werden Sie sehen, wie gut man von dieser Grundsicherung leben kann. Wie ihr Ansehen in der Gesellschaft plötzlich nur noch ist. Wie groß Ihre Chancen stehen, jemals wieder einen Fuß auf den Boden zu bekommen, geschweige denn, ihren alten Lebensstandard je wiederzuerlangen!
Ich stand vor ziemlich genau 10 Jahren vor dieser Entscheidung alles verramschen zu müssen, um ein bisschen Almosen zu bekommen – und habe mich dagegen entschieden! Ich habe bewußt knapp drei Monate gänzlich ohne Einkommen in Kauf genommen, um eben bestimmte Dinge, wie private Gesundheits- und Altersvorsorge (ein Witz übrigens, dass man in einem Land wie Deutschland so etwas überhaupt benötigt!) nicht aufgeben zu müssen. DAMIT ich für den Arbeitsmarkt attraktiv und flexibel bleiben kann! Ich habe mich damals mit großer Sicherheit auch nur genau deshalb wieder aus der sicher zum Teil selbstverursachten Misere gezogen, eben WEIL ich die Möglichkeit hatte, schnell zu reagieren und von Heute auf Morgen einen Job anzunehmen, der 60 Kilometer Arbeitsweg (one way natürlich!) bedeutete! Dennoch haben meine Frau und ich noch lange an den Folgen dieser Zeit getragen. Ohne dieses kalkulierte Risiko jedoch würden wir heute mit ziemlicher Sicherheit nicht dort sein, wo wir sind. Der Abstieg in die Armut wäre nahezu garantiert gewesen. Und jetzt sagen SIE mir nochmal, dass Grundsicherung nach Hartz IV ein hervorragendes Instrument gegen Armut ist, und dass damit jeder das hat, was er zum Leben braucht!
Nochmal: Ich lade Sie ein! Kommen Sie aus Ihrer Wohlstandsblase heraus, gehen Sie zum Amt, entschuldigen Sie, Bundesagentur für Arbeit (welch ein Euphemismus!) und beantragen Sie ihr hervorragendes Instrument! Viel Spaß!

Sprache ist doch etwas seltsames

Nicht zum ersten Mal, aber heute wieder ist mir an unserer Muttersprache(*) etwas seltsames aufgefallen. Warum wünscht man jemandem Glück, obwohl er (oder sie*) es doch eigentlich schon gehabt hat? Gestern haben wir unsere Social Media Kanäle im Überschwang des Siegestaumels mit unseren Erlebnissen geflutet. Neunzehnkommaacht offizielle Kilometer mit 48 Hindernissen lagen hinter uns, und obwohl wir unfassbar lange gebraucht haben, weil wir die letzten Kilometer doch eher gewandert als gelaufen sind, und Andere, Fittere, Jüngere, Schnellere uns um bis zu zwei oder mehr Stunden älter haben aussehen lassen, füllten sich die Kommentarspalten mit Glückwünschen unserer Freunde. Normaler Sprachgebrauch, über den nur wenige nachdenken, glaube ich. Aber warum ist das so? Habt ihr eine Ahnung? Ich meine, vorher wäre es ja sinnvoll gewesen Glück oder wahlweise Erfolg zu wünschen. Aber danach? Ich habe zuerst gedacht, man könnte ja richtigerweise zum gehabten Glück – oder Erfolg gratulieren. Aber dieses Gratulieren, das kommt ja wenn ich mich recht erinnere aus dem Lateinischen und bedeutet ja im weitesten Sinne auch nur wieder „Glück wünschen“. Teufelskreis also. Und jetzt..?

Ach du meine Nase..!

Ich habe heute mal ein bisschen Tagesfreizeit. Und obwohl die Bude eigentlich dringend einer Generalsanierung bedarf, eine nicht unerhebliche Sporteinheit wartet, 15 Kilometer gelaufen werden wollen und die gemeinsame Abendmahlzeit auf der Wache geplant werden soll, widme ich mich gerade mal wieder dem www. Dabei stelle ich mit Erschrecken fest, dass der letzte Beitrag in diesem Blog schon fast anderthalb Jahre alt ist! 😯 Was tun, fragt sich nicht nur Zeus. Einstampfen? Reaktivieren? Renovieren? Thema ändern? Einfach dümpeln lassen? Liest das hier  überhaupt noch einer? Whatever! Über Rückmeldungen würde ich mich jedenfalls sehr freuen…

Fakt ist – unser Leben hat sich 2017 mal wieder ziemlich grundlegend umgekrempelt. Gut erkennbar ist das an diesem Beitrag hier, über den ich beim Sichten des Blogs gestolpert bin – und mächtig grinsen musste… :mrgreen: Wer uns IRL und auf anderen Medien „stalkt“, wird schon wissen, was ich meine. Aus heutiger Sicht hätte ich dieses Review ziemlich sicher anders geschrieben. Aber egal…

Was hat sich noch verändert? Das Mittelalter spielt in unserem Leben nur noch eine Rolle am Rande. Die Luft ist einfach raus! Einerseits schade, andererseits ist das Leben einfach Veränderung. Nichts ist für die Ewigkeit und alles hat seine Zeit. Diese Zeit jedoch ist fast vorbei. Treu bleiben wir mit Sicherheit der Turmhügelburg! Hier betreuen wir weiterhin die drei Märkte, reisen fortan aber nur noch mit kleinem Gepäck und beenden unsere „Campingaktivitätet“ zumindest vorerst und ziehen unter ein festes Dach. Gelegentliche Auszeiten auf der Anlage nicht ausgeschlossen.

Der Sport gehört inzwischen derart zu unserem Leben dazu, dass es einfach kaum noch lohnt, über jedes Workout einen Blogeintrag zu schreiben. Letztes Jahr haben wir unsere „Karriere“ bei den Obstacle Runs ausgedehnt und sind zum ersten Mal gleich zweimal die Langdistanz angegangen – beim Strongmanrun in Wacken und beim Xletix in Grömitz. Dieses Jahr haben wir diesbezüglich relativ großes vor: #MissionVarjagen2018 ist das Hashtag dazu. Vier Läufe im Strong Viking Format, davon mindestens 2 über die Beast Distanz von (meist mehr als) 19 Kilometern. In zwei Wochen steht der erste davon an. Wir sind gespannt. Ich vor allem, weil mein rechtes Knie zwischenzeitlich immer noch Probleme macht. Aber das muss einfach halten!

Freeletics sind wir inzwischen untreu geworden und haben das durch Goliaz ersetzt, welches seit Dezember 2017 nach langer Beta-Phase endlich App-basiert ist. Im Moment läuft das „The Vikings“-Transformationsprojekt von Januar bis Ende April, an dem wir teilnehmen. Echt harte Nummer! Das Schwierigste daran sind die Ernährungsvorgaben, die für uns Schichties nicht wirklich gut einzuhalten sind. Mag sein, dass es da disziplinierter ginge, aber hey, wir sind keine Berufssportler, auch wenn uns da Mancher schon einen gewissen Fanatismus vorwirft.

Das soll es für heute auch schon wieder gewesen sein. Zum Abschluß noch ein kleines Schmankerl vom Wochenende. 😎

ᚴᚢᚿᛁᚿᚵᛆᛋ ?? – WTF..?

Was soll denn der Zeichensalat da oben?

Der Kundige hat sofort erkannt, es handelt sich bei dem Gekritzel um Runen. Genauer um die jüngere Futhark in der punktierten Variante. Und warum das jetzt? Kuningas entstammt der urgermanischen Wurzel kuningaz und bedeutet schlicht „König“. Und da wir ja inzwischen mit unseren Altsachsen auch eine frühmittelalterliche Darstellung haben, mir kam heute nur mal eben der Geistesblitz, man könnte „Kuningas“ ja mal auf traditionelle Weise schreiben.

Schicker hätte ich jetzt die Schreibweise ᚲᚢᚾᛁᛜᚨᛋ der älteren Futhark entsprechend gefunden, aber zu „unserer“ Zeit so um 780 n.d.Z. war diese Variante schon nicht mehr in Gebrauch. Wenn man es jetzt genau nimmt, müsste man zugeben, dass zu dieser Zeit wahrscheinlich im sächsischen Siedlungsgebiet bereits die lateinische Schrift verwendet wurde (sofern man überhaupt schreiben konnte). Runen wurden allerdings in Skandinavien noch deutlich länger verwendet, und sie sehen doch einfach schicker aus, oder? Und da wir ja quasi im Grenzgebiet leben… :mrgreen:

Ach, erwähnte ich es eigentlich schon..?

L-Distanz. 18 Kilometer Ostsee. 35+ Hindernisse. 16. September 2017.

Save the Date! 😎

14 Kilometer Ostsee

Und dann war es plötzlich so weit: Unser persönliches Lauf-Highlight des Jahres! Den ganzen Juli haben wir uns wie bekloppt und relativ erfolgreich darauf vorbereitet. Und den halben August haben wir dann damit verbracht, die gewonnene Kondition wieder zu verdaddeln! 😀 Will sagen, nach den vier harten Wochen Training Goliaz, die uns wirklich an die totale Leistungsgrenze gebracht hat, kam erstmal eine Woche Wacken Open Air mit viel Junk und wenig Sport. Danach wieder die Kurve zu bekommen, war echt hart. Zum Glück kam da noch die dritte Freeletics Hellweek, die ein paar der Verluste wieder wett machen konnte. Aber insgesamt, so zeigte sich dann am vergangenen Sonntag recht deutlich, sind wir im letzten Vierteljahr eindeutig zu wenig gelaufen! Gut, es ist ein ganz anderer Schnack, ob man hier bei uns im Hauswald über halbwegs befestigte Forstwege läuft, oder über so manchen Kilometer im feinen und tiefen Ostseesand. Und vierzehn Kilometer sind auch eine etwas andere Hausnummer, als sechs, acht oder auch zehn. Nach 10 Kilometer machten dann auch meine Beine endgültig zu, und es war schon ziemlich deprimierend, die letzten gut zwei Kilometer bis ins Ziel eigentlich nur noch Spazieren gegangen zu sein, während uns so langsam die Läufer der L-Distanz überholten. Oder waren das gar schon die ersten aus dem nachfolgenden Startblock? Aber genug gejammert! Kommen wir zu den Fakten und Feelings. Gelaufen sind wir, wie gesagt, die M-Distanz über 14 Kilometer mit 26 Hindernissen, wofür wir 2 Stunden und 49 Minuten gebraucht haben. Hier das offizielle Aftermovie für ein paar Impressionen:

Nach einem kurzen Warm up ging es auch schon über die erste Wall in die Startzone. Ok, das war nun wirklich keine Herausforderung. Nur knapp 1,20 oder so. Wenn das so bleibt, wird’s easy…  😛 Uns wurde noch ein bisschen eingeheizt, ein paar letzte Infos, dann ging es endlich auf die Strecke! Nach knapp 2-300 Metern die ersten drei „offiziellen“ Hindernisse in schneller Folge: „Over and out“ – Frankfurter Gitter im Karree aufgestellt. Viermal Hockwende, fertig, weiter zu „Dragon’s Ditch“ – das erste Mal in einer Sandkuhle nass werden. Quasi der „Vorfluter“ zu „RottenRiver“, der kurz darauf mitten auf der Promenade aufgebaut war.

Start. Foto: sportograf.com

Start. Foto: sportograf.com

Auf gut 15 Metern unter Bauzäunen im Wasser entlanghangeln. Spätestens hier waren wir dann komplett eingeweicht. Zum wieder Aufwärmen durften wir jetzt mal ein paar hundert Meter am Stück laufen. Und hier zeigte sich erstmals Nicoles altes Problem: Sie überpaced immer auf den ersten Metern derart, dass maximal 400 – 500 Meter laufen am Stück drin sind! Um das Problem endlich in den Griff zu bekommen, gibt es jetzt doch mal eine Laufuhr. Nächstes Hindernis: „Sporty Spider“ – ein vier Meter hoch gehängtes, frei schwingendes Cargonetz. Am Besten hängen sich ein paar Leute als Gegengewicht rein, dann geht es einfacher. Blöd nur, wenn einem der Kopf noch im Weg steht. Bisher zu wenig Adrenalin im Blut, das erschwert das Herüberklettern für manche doch erheblich… 😉 Spätestens nach diesem Hindernis waren die „jungen Wilden“ aus dem Team RKiSH auf und davon. Einzig Karin blieb tapfer bei uns beiden alten Säcken. Hier nochmal ein herzlicher Dank dafür! „No one get’s left behind!“ 400 Meter später – „Crew Carry“. Ein alter Autoreifen, vier Stricke mit Holzgriffen.

Foto: sportograf.com

Crew Carry – Foto: sportograf.com

Das ganze um einen Tennisplatz herum. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Eine Grundregel im Rettungsdienst lautet aber auch: „Der Zwerg geht am Berg“. Das bezieht sich darauf, dass beim Transport eines Patienten mit dem Tragestuhl im Treppenhaus der kleinere Kollege besser „am oberen Ende“ geht, weil das den günstigeren Winkel ergibt und der Patient so sicherer und komfortabler sitzt. Blöd nur, dass wir Vollprofis diese Regel nicht beherzigt haben. Es wäre durchaus schlauer gewesen, die Mädels hätten die Rollen getauscht, aber Karin wollte sich selbst und uns wohl was beweisen. Zum Dank bin ich dann auf dem Rückweg am Hang gelaufen (im Bild leider nicht zu sehen). Somit hatte sie es doppelt schwer… 🙂 Die nächsten beiden Hindernisse kamen weiter etwa in Vierhundertmeterabständen: „Weight Walker“ – Sandsackschleppen durch eine Streuobstwiese und „Team Tug“ – einen Treckerreifen am Seil durch den Staub ziehen. Wow, das haut doch echt mehr rein als gedacht! Kurz verschnaufen, dann rüber auf die andere Straßenseite. Drei Hindernisse in schneller Folge. „Whicked Wheels“, ein Container voller alter Reifen. „Triple Trauma“,

Barbwire Battle. Foto: sportograf.com

Barbwire Battle. Foto: sportograf.com

Strickleiter am Überseecontainer rauf, über einen Schwebebalken zum nächsten Container balancieren, eine Holzkonstruktion wieder herunter, und dann ging es endlich mal in den Matsch: „Barbwire Battle“. Aber auch nur ein bisschen, denn trotz Bewässerung gab es einfach nicht genug davon. Der Untergrund war einfach zu sandig und zu trocken. Und der Stacheldraht hing doch noch ziemlich hoch, wie man auf dem Bild deutlich erkennen kann. Army crawl geht einfach anders… 😈 Danach noch ein wenig auslaufen und im Küstenwind wieder leicht antrocknen, dann kam das erste echte Highlight des Runs: „Speed Slide“, eine mindestens 10 Meter hohe Wasserrutsche. Bis jetzt war das alles relativer Kindergeburtstag, aber das war jetzt mal die erste Mutprobe des Tages. „Warum mache ich diesen Scheiß hier eigentlich“ war so ziemlich der letzte Gedanke, bevor mein Arsch den Bodenkontakt verlor und kurz darauf mit Schwung im Wasser landete. Wow, spätestens jetzt war der Adrenalinspiegel ausreichend hoch für allen Blödsinn, den man so anstellen kann! Jetzt brauchten wir erstmal eine Abkühlung. Und die sollte bald schon kommen! Nächstes Ziel: „Freak Froster“. Ein Vorfluter mit kaltem Wasser, dann ging es ans Eingemachte: Der nächste Container war mit

Freak Froster. Foto: sportograf.com

Freak Froster. Foto: sportograf.com

Eiswasser gefüllt. Und ja, man _musste_ ganz runter. Ich behaupte ja immer noch, dass dieses Biest an der Erkältung Schuld ist, die uns danach erwischt hat! Erstaunlicherweise fühlte es sich anfangs gar nicht so furchtbar kalt an. Bis der Kopf unter Wasser war! Gehirnfrost ist kein Ausdruck!! Es dauerte Minuten, bis die Nebenhöhlen wieder entkrampft waren. Wohl schon das erste Anzeichen, dass da was im Anmarsch war. Den Grundstein dazu haben wir uns wohl am Freitag davor beim Lauf im Gewitterregen gehlegt, aber den Rest haben wir uns definitiv hier geholt. Naja, geht auch wieder vorbei…

Den Lauf zum nächsten Hindernis habe ich irgendwie nur halb mitbekommen, aber irgendwann war das Gehirn wieder aufgetaut und wir standen vor der „Wonder Wall 3.0“. 3.0 bezeichnet übrigens die Höhe der Holzwand. Klar, dass normale Menschen hier nur im Teamwork raufkommen. Räuberleiter unten, oben reicht einer der Hände, dann geht’s. Man muss nur auf das Gleichgewicht aufpassen. Und darauf, dass einem niemand ein neues Muster ins Gesicht zaubert… :mrgreen: Weiter ging es den Strand herunter. Hier zeigte sich erstmals, das Laufen im tiefen Sand einfach kacke ist! Über eine Wippe („Ball Buster“) ging es dann zum

Power Pipe 4.5 Foto: sportograf.com

Power Pipe 4.5 Foto: sportograf.com

nächsten Highlight: „Power Pipe 4.5“. Die berüchtigte Quarterpipe. Und ihr ahnt es schon – die 4.5 sagen etwas über die Höhe des Hindernisses aus. Auch hier kommen nur Aliens alleine hoch. Normale Menschen helfen sich dabei. Normale Menschen sehen auch irgendwann ein, wenn sie dieses Hindernis nicht schaffen, und gehen 15 Burpees machen. Unnormale Menschen versuchen es acht, neun mal, und werden beim neunten Mal aufgrund ihres Tittenbonus von Vorzeigeathleten mit aus zwanzig Metern gut sichtbarem Sixpack heraufgezogen. Hier bei ca. 6:20 gut zu sehen, was ich meine. Und ja, der Typ im blauen T-Shirt, der da den Kopf darüber schüttelt, der ist mir bestens bekannt. Nicole gehörte übrigens auch zu den unnormalen Menschen. Sie ist schon nach dem zweiten Versuch Burpees machen gegangen… 🙄 Hinter der Pipe wäre der Lauf dann zuende gewesen, hätten wir „nur“ die S-Distanz gebucht. Aber für uns ging es jetzt weiter zur „Super Swing“, einer Seilschaukel. Zuwenig Körperspannung befördert einen hier direkt ins Wasser. Zuwenig Griffkraft läßt einen das Seil ein wenig herunterrutschen und so zu früh auf der anderen Seite aufkommen – und befördert einen ins Wasser. Bei Ninja Warrior wäre spätestens hier für mich das Aus gekommen, sieht man mal von dem Umstand ab, dass ich die Pipe ja auch nur mit Hilfe geschafft habe.

Instable Islands Foto: sportograf.com

Instable Islands Foto: sportograf.com

Gut, nass war ich also schon mal wieder ein bisschen, also kann man auch mal ganz ins Wasser gehen. „Instable Islands“ hieß das nächste Hindernis an der großen Seebrücke. Nur fehlten diese Islands mal direkt, und so musste man nur durchs Wasser waten und ein weiters Cargonetz hochklettern. Aber den hätte ich mal sehen mögen, der sich auch nur bei leichtem bei Seegang auf den Instable Islands hätte behaupten können! Über die eroberte Seebrücke ging es dann für gut einen Kilometer am Stück ab auf den Deich. Was dann folgte, hieß „Beasty Balance“. In der Beschreibung hieß es, ein Seil sei hochzuklettern. Zum Glück war es doch nur eine Strickleiter. Allerdings eine freihängende. Oben angekommen galt es, über einen doch arg glitschigen Balken zu kommen. Aufstehen war den meisten doch zu heiß, also rutscht man am besten mit dem Mors darüber bis zum Überseecontainer, weiter auf den nächsten, diesmal trockenen Balken um dann eine Stange herunterzurutschen. Hört sich relativ einfach an, oder? Also weiter zur „Boulder Box“. Eine Holzwand an verhältnismäßig kleinen Griff- und Trittleisten entlangklettern, eine Stange entlanghangeln und noch eine Holzwand seitlich überwinden. That’s it, that’s fun! Durch die Graudüne am Fuß des Deichs ging es nun zur „Hit the Hole“. Auf dem Weg dorthin wurde mir aber langsam klar, dass die restliche Herausforderung des Laufs keinesfalls die noch kommenden Hindernisse sein werden, denn so langsam machten die Beine zu und mein linkes Knie fing an, sich bemerkbar zu machen. Inzwischen gab Karin aber mithilfe ihrer Polar V800 das Tempo vor, so dass der Lauf insgesamt gleichmäßiger wurde. „Hit the Hole“ war eine 4m hohe, steile Holzpyramide. Mit zwei Pinnen ging es Loch für Loch hinauf. Für die Füße gab es wahlweise eine Latte mit ausgesägten Keilen oder eine aufgelattete Leiter. Allzuviel Halt bot beides indes nicht. Hier trennten sich erneut die

"Dirty Duck" Foto: sportograf.com

Dirty Duck. Foto: sportograf.com

Wege. Rechts am Strand entlang ging es für die Irren, die unbedingt noch 4 Kilometer und 8 Hindernisse drauflegen wollten. Links liefen wir weiter zum „Clumsy Cliffhanger“, einer dachförmig aufgehängten, 7 Meter langen Monkey Bar aus Strickleitern. Nocheinmal ein Test für Griff- und Armkraft. Nicht mehr so sehr mein Problem, aber für Nicole und Karin machte es noch vor der Mitte „platsch“. Das bedeutete Burpees. Gnädigerweise erlaubte der Steward, diese aufzuteilen. 15 durch drei sind fünf für Jeden, das geht ja schnell… 😀 Ok, um ehrlich zu sein, wäre ich auch fast noch hereingefallen. Aber nur durch – natürlich – den eigenen Hochmut, ich könne einfach die letzte Sprosse auslassen und mich schon an Land schwingen. Ja, hat geklappt. Aber beinahe hätte ich doch noch das Gleichgewicht verloren und wäre fast auch im Wasser gelandet. Aber gerade nochmal gut gegangen. Nach den Burpees ging es durch ein Waldstück zurück Richtung Start und Ziel. Nur noch wenige Hindernisse waren jetzt zu überwinden;

Zieleinlauf, davor "Foam Fest" Foto: sportograf.com

Zieleinlauf, davor „Foam Fest“ Foto: sportograf.com

einmal ging es noch komplett ins Wasser. Aber das Größte Hindernis war jetzt der Weg an sich. Fast nur noch tiefer Sand! Und die Beine waren jetzt richtig schwer und eigentlich sind wir nur noch ins Ziel gewandert. Was freuten wir uns über das Siegerbier, eine höchst gesunde Currywurst mit Pommes und eine Dusche! Und nein, sie war definitiv nicht warm! Der Rest des Teams schmiedete schon fleißig Pläne. Im Oktober ist noch der Mud Masters, man wolle dort noch starten. Und im nächsten Jahr dann doch bitte auch hier unbedingt die L-Distanz. Nun, wir sind für dieses Jahr fertig mit dem Thema. Aber die Ziele für nächstes Jahr stehen schon fest: Strongmanrun Wacken über die volle Distanz, Xletix Norddeutschland auch gerne wieder, und warum nicht die 18 Kilometer? Und ich habe mir fest vorgenommen, mindestens einen Strong Viking zu Laufen. Wenn die Kids wirklich mitmachen, auch zwei: Nämlich dann einmal die Family Edition und einmal eine Water Edition, beides möglicherweise in Nijmegen. Das dann auch nur zum Kennen lernen, denn ein Projekt für 2018 habe ich mir in den Kopf gesetzt: Viermal Strong Viking über die „Beast“-Distanz (19+ Kilometer mit 40+ Hindernissen), und mir damit den „Varjagen“-Torque holen! Glücklicherweise hat sich schon Lars freiwillig gemeldet, diese Laufserie mit mir zu testen und Mathias aus unserem Freeletics-Feed will das Projekt „Varjagen“ mitmachen, denn noch zeigt mir Nicole nen Vogel, wenn ich sie darauf anspreche. Noch! Aber spätestens Freitag kommt ihre Polar, dann kann das Lauftrainig wieder losgehen… 😉

 

Next Level! (Oder: Äääääh…, ja…)

Wie war das noch gerade? Ende Februar wollte ich noch eine ausführlichere Statistik erstellen? Ups… Irgendwie ist mir die Bloggerlaune wohl zwischenzeitlich abhanden gekommen! 😳 Naja, ok, schaun mer mal, vielleicht pfusche ich die ja doch noch mal zusammen.

Was aber ist inzwischen passiert? Im Grunde nicht viel! Der alltägliche Wahnsinn, könnte man sagen. Wer uns auf FB und seit neuerem in erster Linie auf Instagram (->) folgt, ist relativ auf dem Laufenden. Sporttechnisch sind wir weiterhin voll dabei, wobei sich seit Monaten nun schon rein zahlentechnisch nicht mehr viel verändert. Zumindest auf der Waage, aber wer glaubt schon so einem technischen Gerät, wenn man Augen hat, zu sehen..? :mrgreen:

Bild: Tilo Fritz, Bea: selbst

Bild: Tilo Fritz, Bea: selbst

Der neueste Spleen sind jetzt aber Obstacle Course Runs – zu Deutsch Hindernisläufe. Das sind diese Läufe durch die Wallapampa über Stock, Stein und durch Matsch und Wasser, die so mancher Wehrdienstleistender verflucht hat. Nur, dass man da heutzutage keinen Sold dafür bekommt, sondern noch Startgeld bezahlen muss. Wie doof kann man eigentlich sein???  😀 Angefixt wurden wir in Wacken beim Strongmanrun, zu welchem wir uns aus einer Laune heraus quasi direkt nach dem W:O:A 2015 angemeldet hatten. 10 Kilometer über wechselnden Untergrund, garniert mit gar lustigen, aber machbaren Hindernissen. Gebraucht haben wir für den

Bild: Tilo Fritz, Bea: selbst

Kurs unfassbare zweieinviertel Stunden, wobei da schon mindestens mal eine halbe Stunde an Wartezeit vor den letzten großen Hindernissen draufging. Dennoch haben wir uns direkt wieder für nächstes Jahr angemeldet, diesmal dann für die volle 20Km-Distanz! Damit die Wartezeit bis dahin nicht so lang ist, haben wir uns mit den Kollegen aus der RKiSH, mit denen wir auch in Wacken am Start waren, auch kurzentschlossen für die Mittelstrecke (ca. 16Km) des Xletix am 18. September in Grömitz gemeldet. Länger, weiter, extremere Hindernisse. Ok, und sind wir jetzt fit genug dafür? Naja, ankommen werden wir wohl, zumal es nicht um die Zeit geht. Aber fit genug kann man für solche Läufe wohl nie sein, oder?

 

 

Day 0 – Initial Duties OCR-XTRM

Gerade recht kommt da im Juli die neue Challenge von Goliaz, einer Art „Abkömmling“ von Freeletics. Die wird ganz auf die Vorbereitung auf Hindernisläufe zugeschnitten sein, wie man schon aus dem Namen schließen kann: OCR-XTRM. Seit heute sind die Initial Duties veröffentlicht, quasi der Eingangstest. Bei Goliaz ist es zu Beginn und zum Schluß einer jeden Challenge üblich, den aktuellen Leistungsstand per „einfacher“ Max-Tests zu ermitteln (siehe Bild links). Diesen Eingangstest werden wir dann wohl morgen nach dem Wachwerden mal gaaaaaanz locker angehen.  😎 Auf die Ergebnisse werden dann nämlich die Anforderungen für die täglichen Workouts auf jeden(!) registrierten Teilnehmer individualisiert. Und anstrengend wird das ganze allerspätestens in Woche 3 von ganz alleine. Das habe ich im Mai bei der letzten Challenge „Super you“ schon herausgefunden. Damals habe ich tatsächlich nach Woche 3 abgebrochen, was mich im Nachhinein immer noch fuchst. Aber ich war einfach am Ende meiner Leistungsfähigkeit angekommen und brauchte doch etwas mehr als zwei Tage zur Erholung. Und wozu sollte ich sinnlose Verletzungen oder Schlimmeres riskieren? Eben. Nochmal passiert mir das aber nicht, das habe ich mir geschworen! Die Ergebnisse des Tag 0 gibt es mit ziemlicher Sicherheit anschließend auf Instagram zu sehen…

Jetzt aber erstmal auf zur Nachtschicht. Stay safe! 🙂

-C.

Februar – oder (fast) ein Jahr Freeletics

Aber eben noch nicht ganz. Zum Einjährigen, am 25.2., werde ich dann wohl mal wieder eine ausführlichere Statistik veröffentlichen. Inzwischen aber ist erstmal Februar. Was in einem Schaltjahr bedeutet, dass es wieder einmal 29 Tage in einem Februar gibt. Findige Freeathleten haben herausgefunden, dass es ja 29 Standardworkouts bei Freeletics gibt. Hey, daraus muss man doch eine Challenge machen können! Und wem die Bulldog-Challenge dann doch ein kleines bisschen ZU hart ist, der wählt halt eben die abgespeckte Variante der 29 Götter in 29 Tagen. Ich habe mich dann, direkt nach der zweiten Hellweek, dazu entschlossen mal mitzumachen. Das bedeutet aber eben neben dem Coach Stuff noch fast jeden Tag ein zweites Workout. Auch eben solche Hämmer wie Zeus, Poseidon oder Kronos, an die ich mich bis jetzt nicht herangetraut habe, weil mir vielleicht auch noch ein paar Fähigkeiten fehlen. Aber wozu gibt es Klimmzugbänder? Und Handstand Pushups kann man ja auch mit Pike Presses elevated Feet ersetzen. Gibt es halt keinen Stern. So what? 😛

Bis jetzt liege ich gut im Zeitplan, aber so langsam macht soch doch ein bisschen Müdigkeit breit. Deshalb noch im Nachhinein ein extra #clapclap für Ramon, Stefan und Monika, die sich diese 29 Workouts in 24 Stunden reingehauen haben! Bis ich da angekommen bin, dauert es mindestens noch 2 Jahre. Falls ich da je hin will. 😉

Und jetzt entschuldigt mich bitte, ich habe da ein dringendes Date mit Artemis. Falls die Göttin Sunna mich aufstehen lässt…

Alle Jahre wieder!

So klingt es derzeit wieder durch viele Wohnzimmer auf der ganzen Welt. So und so ähnlich flimmert es aktuell auch durch die diversen Netzwerke. Dem schließen wir uns einmal mehr an. 2015 war gewiß nicht unser schlechtestes Jahr, und wir hoffen, es geht euch ähnlich. Laßt uns alle dafür sorgen, dass auch das nächste Jahr ein wirklich Gutes wird, selbst wenn wir auf den ganzen Mist in der Welt nicht wirklich Einfluß haben!