Begegnungen … reloaded

In den beiden “perversen” Foren, in denen ich mich tummele, habe ich im Sommer einen Text veröffentlicht. Titel: “Begegnungen”. Der Text ist nach wie vor  wichtig für mich, deshalb mag ich ihn hier auch posten. Möglicherweise entwickelt sich daraus in Zukunft eine Art Episodengeschichte, mal sehen. Die sich daraus entwickelnde erste Fortsetzung könnte z.b. die Episode “Nebelmond” sein…


Begegnungen

Die meisten Menschen begleiten uns nur ein Stück weit im Leben. Sie kommen, gehen ein Stück des Weges mit, dann gehen sie wieder. Diese Begegnungen sind ganz unterschiedlicher Dauer und Intensität. Manche sind nur ganz seicht, eher oberflächlich. Sie überdauern ein paar Wochen oder Monate, dann verblassen sie so unspektakulär, wie sie erschienen sind.

Andere sind intensiver. Mit diesen Menschen verbindet mich mehr. Und doch verschwinden sie manchmal wieder unter dem Horizont, bleiben quasi unsichtbar, bis sie plötzlich wieder auftauchen und nahtlos dort anknüpfen, wo wir den Kontakt verloren haben. Mit wenigen dieser Menschen verbindet mich soviel, als dass ich sie als wirklich gute Freunde bezeichnen möchte. Hin und wieder gab es vielleicht einmal sogar ein “Plus” in diesen Freundschaften.

Dann sind da die “lifetime-relationships”. Ein Leben währt lang. Die wenigsten Beziehungen überdauern wirklich diese Spanne. Mit den wenigen, die mich über wirklich lange Zeiträume begleitet haben oder noch auf meinem Lebensweg mitgehen, verbindet so immens viel mehr, als dass man leichtfertig auf diese Begleitung verzichten mag. Ein Leben ohne Dich, Nicole, meine Frau und Alpha, ist für mich geradezu unvorstellbar!

Dazwischen, daneben eher, finden sich Begegnungen, die so spannend sind, dass ich mich einlasse. Sie gehen tief. Und ganz ganz selten leuchten die sich daraus ergebenden Beziehungen hell. Sie brennen geradezu, und die Verbindung erreicht in verhältnismäßig kurzer Zeit eine enorme Tiefe. Diese Verbindungen sind so intensiv, so stark, so ungefiltert, dass man Gefahr läuft, daran zu verbrennen. Um nicht auszubrennen, muss eine solche Beziehung irgendwann unter Schmerzen beendet werden. Letztlich ist es aber notwendig und für beide Seiten zum besten. Der Schmerz geht vorbei, früher oder später, es bleiben Narben, aber sie verheilen.

Zuletzt sind dann da noch die flüchtigen Begegnungen. Blitzlichtern gleich. Man trifft sich, vereinigt sich, und geht wieder seiner Wege. Man möchte meinen, sie seien geradezu bedeutungslos, aber das stimmt nicht! Auch unter ihnen finden sich die Perlen, die ganz unerwartet tief connecten. Dennoch, man begegnet sich, findet diese Verbindung, zelebriert sie. Das Raubtier setzt sogar den Kehlbiss an, reißt diese willfährige Beute, markiert sie als “seins”, wohl wissend, dass es wenig später schon wieder vorbei sein wird. Vorbei vielleicht für immer. Vielleicht aber auch nicht, denn wir wissen nicht, welche Pläne das Universum noch für uns bereit hält…

All diesen Begegnungen aber ist eins gemein: Jede Einzelne hinterlässt Spuren! Sie kommen in dein Leben, nehmen etwas von dir mit und hinterlassen dafür etwas von sich. Dann gehen sie wieder ihre eigenen Wege.
So gesehen ist keine einzige dieser Begegnungen umsonst und vergebens. Keine ist jemals wertlos! Jede einzelne Begegnung wird verändern. Sie machen uns erst zu der Person, die wir gestern noch nicht waren, zu dem Menschen, der wir heute sind. Und zu dem, der wir morgen sein werden.

Ich danke jeder einzelnen meiner Begegnungen! Ich bin dankbar dafür, dass sie Teil meines Lebens waren, und ich Teil des ihren sein durfte.
Und – ich freue mich auf die Zukünftigen!


Im Original stand da noch “Verrate mir, welche Art von Begegnung möchtest Du sein?”

Auf einer der beiden Plattformen löste das eine wirklich unerwartete Menge an Reaktionen aus. Natürlich kann ich diese Reaktionen jetzt nicht hier herüberziehen; das würde sich nicht gehören. Spannend war das aber dennoch, und unerwartet. Nicht nur daraus, aber auch aus diesem Writing heraus haben sich einige neue Begegnungen ergeben. Ich überlege schon länger, hieraus Geschichten oder Erzählungen zu entwickeln. Aber wahrscheinlich interessiert das sowieso niemanden… 😉

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