Sprache ist doch etwas seltsames

Nicht zum ersten Mal, aber heute wieder ist mir an unserer Muttersprache(*) etwas seltsames aufgefallen. Warum wünscht man jemandem Glück, obwohl er (oder sie*) es doch eigentlich schon gehabt hat? Gestern haben wir unsere Social Media Kanäle im Überschwang des Siegestaumels mit unseren Erlebnissen geflutet. Neunzehnkommaacht offizielle Kilometer mit 48 Hindernissen lagen hinter uns, und obwohl wir unfassbar lange gebraucht haben, weil wir die letzten Kilometer doch eher gewandert als gelaufen sind, und Andere, Fittere, Jüngere, Schnellere uns um bis zu zwei oder mehr Stunden älter haben aussehen lassen, füllten sich die Kommentarspalten mit Glückwünschen unserer Freunde. Normaler Sprachgebrauch, über den nur wenige nachdenken, glaube ich. Aber warum ist das so? Habt ihr eine Ahnung? Ich meine, vorher wäre es ja sinnvoll gewesen Glück oder wahlweise Erfolg zu wünschen. Aber danach? Ich habe zuerst gedacht, man könnte ja richtigerweise zum gehabten Glück – oder Erfolg gratulieren. Aber dieses Gratulieren, das kommt ja wenn ich mich recht erinnere aus dem Lateinischen und bedeutet ja im weitesten Sinne auch nur wieder „Glück wünschen“. Teufelskreis also. Und jetzt..?

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