Ich schlafe nicht mit jemandem – ich ficke… Hart…

Nun ist es also doch geschehen. Madame hat mich gerade noch rechtzeitig bevor der Film abgesetzt wird ins Kino gezerrt. Ich hatte mir zwar Bedingungen für diesen fall ausgesprochen, doch die hat sie schlicht weggewischt. Wir führen halt eben doch keine Dom/Sub-Beziehung. Und das ist auch ganz gut so!

Woher kommt aber nun diese Faszination für diesen Liebesfilm im BDSM-Gewand? Auch nach dem Film bin ich nicht wirklich schlauer, was das angeht. Aber ich bin etwas schlauer bezüglich der Frage, was Frauen so treiben, wenn sie nahezu unter sich im Kinosaal sind. Ich habe gestern tatsächlich das einzige Y-Chromsom ins „Studio“ gebracht! Oh Mann!! Es wurde geschnattert und gegibbelt, was das Zeug hält! („Hihihi, er hat Penis/ficken/Sklavin gesagt.!“) Ein Glück und ein Segen, dass meine Frau nicht so ist! 🙂

Aber zum Film an sich. Das Wichtigste vorweg: Ich fand ihn nicht halb so schlimm oder schlecht, wie ich ihn erwartet habe! Aber ich bin auch mit ganz wenig Erwartungen reingegangen. Erstens fasziniert mich an BDSM so ziemlich nichts, außer der Optik und Ästhetik mancher Spielarten; fühle mich dieser Szene überhaupt nicht zugehörig und kann den Film somit relativ vorurteilsarm ansehen. Ich muss meinen Fetisch, meine Subkultur also nicht gegen den „Einbruch des Mainstream“ verteidigen, wie so einige Andere, mit denen wir uns diesbezüglich unterhalten haben. Zweitens habe ich mir im Vorfeld schon bewußt gemacht, worum es in diesem Machwerk eigentlich geht, bzw, wer das Buch geschrieben hat. In den Kritiken zum Buch taucht der Begriff „Mommy Porn“ auf, und ich finde, das trifft den Nagel auf den Kopf! Wie kann da also die filmische Umsetzung mehr Tiefe erzeugen? Ganz klar, durch stark fotografierte Bilder und einen starken Soundtrack! Rein optisch ist der Film ein echter Hingucker. Und das liegt nicht einmal wirklich an den Schauspielern, sondern an der Art, wie die Bilder komponiert wurden. Das Farbenspiel. Für meine Begriffe oft nahe an der Perfektion. Hochglanzkino, mehr aber auch nicht. Ok, es gibt den einen oder anderen Moment, wo man den Hauptpersonen eine gewisse Autentizität abnimmt. Hauptsächlich dann, wenn es gewollt oder ungewollt leicht humoristisch wird. Die Szene im Hardware Store zum Beispiel. Und in der einen oder anderen „Erotik“-Szene nimmt man es Miss Johnson durchaus ab, dass sie mächtig erregt ist. War sie warscheinlich auch in echt, oder die Maske war mehr als perfekt in dieser einen Szene.;)

Fazit: Kein absoluter Trash, sondern eine Hollywood-Liebesschmonzette. Kann man gucken, wenn man wertfrei daran geht und auf schöne Bilder steht. Muss man aber nicht unbedingt.

2 von 5 Sternen

4 thoughts on “Ich schlafe nicht mit jemandem – ich ficke… Hart…

  1. Ui! Tatsächlich? 2 von 5! Hätt ich nu nich erwartet. Allerdings kenn ich nach wie vor nur die Bücher und hab auch von Bdsm überhaupt keinen Plan. 😉

  2. Erwarten- na ja erwachten tue ich das der Film nichts für mich sein wird. Ich fand das Buch schon gruselig und da traue ich mich nicht in den Film 😀

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